Seit 1819 steht Thonet für hochwertige Möbel, Innovation und zeitloses Design und zählt zu den ältesten familiengeführten Designunternehmen weltweit. Alles begann mit Michael Thonet, der in Boppard am Rhein eine Werkstatt eröffnete und eine bahnbrechende Technik entwickelte: das Biegen von massivem Buchenholz. Mit diesem Verfahren schuf er den berühmten Wiener Kaffeehausstuhl Nr. 14, heute 214 genannt, der 1859 erstmals industriell gefertigt wurde. Das zerlegbare Modell machte Thonet weltweit bekannt und legte den Grundstein für den internationalen Erfolg.
Klassiker wie der Bugholzstuhl 214 und der Stahlrohr-Freischwinger S 32 werden bis heute kontinuierlich neu interpretiert, um ihre Aktualität zu bewahren. Dabei arbeitet Thonet eng mit renommierten Designern zusammen. Thonet-Möbel sind heute wie damals an Orten des Zusammenkommens zu finden – in Cafés, Büros oder zu Hause. Sie sind mehr als Möbel: lebendige Kulturgüter, die Geschichte, Stil und Tradition verkörpern.
Von Beginn an nutzte Thonet ein internationales Fabriknetz, um Märkte weltweit zu versorgen. Bereits im 19. Jahrhundert wurden die Stühle von Künstlern wie Toulouse-Lautrec und Matisse verewigt. In den 1920er Jahren begleiteten sie das pulsierende Grossstadtleben in Cafés, Ballsälen und Hotels.
In den 1930er Jahren begann Thonet mit der Produktion von Stahlrohrmöbeln nach Entwürfen von Bauhaus-Grössen wie Marcel Breuer. Die Klassiker S 32 und S 64 verbinden Handwerkskunst mit moderner Technik und prägen bis heute das Design.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen wiederaufgebaut und erweiterte sein Sortiment. Seit den 1960er Jahren arbeitet Thonet mit bekannten Designern wie Verner Panton, Egon Eiermann und Pierre Paulin zusammen. Moderne Entwürfe interpretieren klassische Formen neu – wie Sebastian Herkners „Programm 118“, eine Neuinterpretation des Kaffeehausstuhls 214. Thonet-Möbel sind keine musealen Relikte, sondern lebendige Klassiker, die mit jeder Generation neu begeistern und unseren Alltag bereichern.
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