Vitra

Design als Haltung, Möbel als kulturelle Ausdrucksform, Räume als Lebensqualität: Vitra verkörpert all das mit einer Klarheit und Konsequenz, die ihresgleichen sucht. Seit der Gründung durch Willi und Erika Fehlbaum im Jahr 1950 steht das Unternehmen für eine gestalterische Vision, die über das Produkt hinausgeht. Der Name „Vitra“ leitet sich von den Vitrinen ab, mit denen das Ladenbauunternehmen einst begann – doch schon bald entwickelte sich daraus etwas Grösseres: eine internationale Designmarke mit Pioniergeist und Verantwortung.

Der Wendepunkt kam 1953, als Willi Fehlbaum in New York auf die Arbeiten von Charles und Ray Eames traf – eine Begegnung, die ihn tief beeindruckte. 1957 sicherte er sich die Rechte, ihre Möbelklassiker in Europa zu fertigen. Diese Verbindung mit dem amerikanischen Modernismus wurde zum Grundstein der Designkultur, die Vitra bis heute prägt. 


In den 1970er-Jahren übernahm Rolf Fehlbaum die Leitung des Unternehmens. Mit seinem feinen Gespür für gesellschaftliche Entwicklungen, Architektur und künstlerische Qualität prägte er Vitra weit über das Möbel hinaus. Unter seiner Führung entstand der Vitra Campus in Weil am Rhein – ein einzigartiges Ensemble moderner Architektur von Frank Gehry, Zaha Hadid, Tadao Ando, Herzog & de Meuron und anderen. Auch das Vitra Design Museum, eines der weltweit führenden Museen seiner Art, geht auf seine Initiative zurück. Rolf Fehlbaum verstand Design als kulturelle Praxis – eine Überzeugung, die das Unternehmen bis heute trägt. 


Seit 2016 steht mit Nora Fehlbaum die dritte Generation an der Spitze. Sie hat Vitra digital geöffnet, unter anderem durch den weltweiten Online-Shop, und die Accessoires Collection zu einer eigenständigen Linie ausgebaut. Während die erste Generation das kommerzielle Fundament gelegt und die zweite die kulturelle Dimension etabliert hat, richtet Nora Fehlbaum den Blick konsequent auf die Zukunft. Nachhaltigkeit ist dabei kein Nebenschauplatz, sondern ein zentrales strategisches Ziel: Der Einsatz von recycelten Kunststoffen ist nur ein Beispiel für die zahlreichen Initiativen, die sie vorantreibt. Eines der großen Vorhaben bis 2030: Vitra soll einen netto-positiven Fussabdruck hinterlassen. 


Die Sammlung von Klassikern – von Isamu Noguchi, Alexander Girard, Jean Prouvé und natürlich dem Ehepaar Eames – wird heute ergänzt durch zeitgenössische Entwürfe von Designer und Designerinnen wie Jasper Morrison, Hella Jongerius, Antonio Citterio und den Brüdern Bouroullec. Dabei bleibt Vitra seiner Haltung treu: Gestaltung soll nicht Trends bedienen, sondern Qualität über Generationen hinweg garantieren.

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